Glykation – Wie Zucker unsere Haut altern lässt

Dass unsere Haut mit zunehmendem Alter an Elastizität verliert und sich Falten bilden, ist leider nicht aufzuhalten. Aber wir können selbst viel dazu beitragen, dass die Haut nicht schneller altert als unbedingt notwendig.

Dass Zucker nicht gesund ist, hat sich schon längst herumgesprochen. Gewichtszunahme, Diabetes, Arterienverkalkung, Pickel und Cellulite, können unangenehme Folgen des Zuckerkonsums sein.

Doch Zucker lässt sogar unsere Haut schneller altern!

Bei Anti-Aging denken wir ja als erstes an Kosmetikprodukte, doch auch die besten Produkte können den Alterungsprozess, der von innen heraus stattfindet, nicht aufhalten.

Was macht Zucker mit unserer Haut?

Überschüssiger Zucker im Blut bindet sich an Eiweißmoleküle – diesen Prozess bezeichnet man als Glykation und das entstandene Produkt aus Zucker und Eiweiß nennt man AGEs – Advanced Glycation Endproducts. Und leider sind die bevorzugten Eiweißmoleküle, an die sich der Zucker bindet, Kollagen und Elastin; also genau die Bausteine der Haut, die für einen straffen und elastischen Teint sorgen. Durch die Glykation verkleben Kollagen- und Elastinfasern und es kommt zu Verhärtungen und Faltenbildungen im Gewebe.

Eine Ernährung reich an zuckerhaltigen Lebensmitteln und Auszugsmehlprodukten (Brot und Nudeln!) kombiniert mit wenig Bewegung, Stress und Konsum von verarbeiteten Lebensmitteln sind der Hauptgrund für eine beschleunigte innere Hautalterung. Der Verzehr von Lebensmitteln mit hohem Anteil an Antioxidantien, z.B. Granatäpfel und Blaubeeren, ermöglicht es hingegen sogar, die Glykation zum Teil wieder rückgängig zu machen.

Wo kann sich der Zucker in der Ernährung verstecken?

  • Fertigsaucen
  • Salatdressing
  • Würzmischungen
  • Aufstriche
  • Joghurt (außer die meisten Naturjoghurts)
  • Gebäck
  • Chips
  • Müsli
  • Müsliriegel, Obstriegel
  • Cornflakes, Cerealien
  • Kakaopulver
  • Essiggurken
  • Sojasauce (mehr lesen: Ist Soja gut oder schlecht bei Akne?)
  • Fruchtsäfte
  • Alkohol

Da kommt im Alltag sicher schon einiges zusammen, auch wenn man richtige Süßigkeiten und Kuchen noch nicht dazurechnet. Das Problem bei Brot und Nudeln ist, dass die enthaltenen Kohlehydrate sehr schnell in Zucker umgewandelt werden und daher einen ähnlichen Effekt erzeugen wie zuckerhaltige Lebensmittel.